Aktivitäten und Erfolge von Ziaja, Luisa Sen.Sc.

Externe Lehre

Bezeichnung: VO Exhibitionary Politics. Theorien, Praxen und AkteurInnen im Ausstellungsfeld
Einrichtung: Technische Universität Wien, Institut für Kunst und Gestaltung, Wien (Österreich)
Zeitraum: 01.10.2008 bis 31.01.2009
Beschreibung: LVA: 264.012 Architektur- und Bildwelten VO 2.0h Spätestens seit der Herausbildung seiner modernen Form im 18. Jahrhundert ist das Museum heftig umkämpftes Terrain im Spannungsfeld politischer Repräsentation, gesellschaftlicher Normierung und hegemonialer Wissensproduktion. Nicht zuletzt hier erhielten Welt und Gesellschaft "ihre" – freilich nicht "natürlichen", sondern zugeordneten – Plätze in einem System von Herrschaftsverhältnissen, in das die Logiken von Objektivierung und Differenzierung eingeschrieben sind. Mit dem Format der Ausstellung, einem der wesentlichen Dispositive der Zurschaustellung, wird es Ort der Herausbildung spezifischer Seh-, Denk- und Handlungsweisen: Das Schauen selbst wird zur Aktivität und bringt das betrachtende Subjekt neu hervor, welches zugleich zum Subjekt des Wissens und zum Objekt der Betrachtung anderer wird. Den ideologischen, ökonomischen und kulturellen Zusammenhängen dieses "exhibitionary complex" (Tony Bennett) stehen emanzipatorische Ansätze in Theorie- und Kulturproduktion gegenüber, die in kritischer Auseinandersetzung Ausschlussmechanismen sichtbar machen, Formate und Narrative hinterfragen, Geschichte/n neu zu schreiben und räumliche Beziehungen neu zu formulieren versuchen. Die Aneignung und Umdeutung hegemonialer Strukturen spielt dabei ebenso eine Rolle wie die Entwicklung neuer Öffentlichkeits-, Produktions- und Distributionsmodelle, die sich neoliberalen Verwertungslogiken widersetzen und beispielsweise Transdisziplinarität, kollektive AutorInnenschaft und Prozessualität in den Vordergrund stellen. Die Vorlesung widmet sich diesen künstlerischen und kuratorischen Praxen im Kontext der historischen Entwicklung des Ausstellungsfeldes. Ziele der Lehrveranstaltung: Verständnis der historischen Entwicklung des Museums- und Ausstellungsfeldes und der Wissens-, Raum- und Körperpolitiken des "exhibitionary complex". Reflexion von Mechanismen visueller Kultur als Funktion und Motor hegemonialer Diskurse und sozialer Praktiken. Perspektivierung historischer und gegenwärtiger Kritik- und Interventionspraxen im Kunst- und Ausstellungsfeld.
URL: http://twoday.tuwien.ac.at/vcu/stories/252039/main
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