Aktivitäten und Erfolge von Schwanberg, Johanna Univ.-Lekt. Mag. Dr. (Derzeit nicht im Personalstand der Angewandten)

Interdisziplinäre / projektorientierte Lehre

Lehrtätigkeit: Dichtbildungen: Zum Verhältnis von Literatur und bildender Kunst
Zeitraum: 01.10.2011 bis 30.01.2012
Beschreibung: Das Seminar befasst sich mit der vielgestaltigen Relation zwischen bildender Kunst und Literatur – zwischen Text und Bild. Denn die Literatur hat seit jeher den Austausch mit der bildenden Kunst gesucht. Keine Künstlerromane, keine Bildbeschreibungen, keine ästhetischen Reflexionen ohne die Inspirationsquelle Bildkunst und deren optische Reize. Umgekehrt hat die bildende Kunst Literatur stets als Dialogpartner gebraucht, von dem sie konterkariert, ergänzt, stofflich inspiriert oder gespiegelt wurde. Besonders komplex gestaltet sich die Beziehung zwischen Text und Bild, zwischen Literatur und bildender Kunst, wenn sie gemeinsam auftreten – etwa in illustrierten Büchern, Schriftbildern, den Collagen der Moderne oder den vielfältigen Text-Bild-Hybriden der Gegenwartskunst bzw. -literatur. Das Seminar versucht den Divergenzen wie Verwandschaften der trotz der allgegenwärtigen Präsenz von Crossings „voneinander getrennt bestehenden sozialen Systeme“ (Siegfried J. Schmidt) Literatur und bildende Kunst auf den Grund zu gehen. Behandelt werden die jahrtausende alte Geschichte des „Ringens zwischen bildlichen und sprachlichen Zeichen“ (J. W. T. Mitchell ) – sowie die daran gekoppelten theoretischen wie praktischen Text-Bild-Diskurse. Zudem kommt es zur Analyse unterschiedlicher Formen des Zusammenwirkens von Bild und Text (Schrift-Bilder, Foto-Text-Arbeiten, Bildgedicht, Comic Art, Visuelle Poesie, Illustration, etc.). Schließlich wird das Seminar auch nach den methodischen kunst- und literaturwissenschaftlichen Herausforderungen fragen, die sich bei der Beschäftigung mit Werken im Zwischenfeld von bildender Kunst und Literatur stellen.
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