Aktivitäten und Erfolge von Lunzer, Walter Sen.Lect. Mag.

Öffentliches (mediales) Erscheinen künstlerischer Arbeiten

Titel der Produktion: Maths-Art- Ballkleid für Margit Fischer (2016 / Print)
Datum des Erscheinens: 02.02.2016
Medium: Die Presse (Österreich)
Beschreibung: Zit: Die Presse vom 2.2.2016: Komplexe Formel, schlichte Form: Margit Fischers Kleid für den Ball Für ihren letzten Opernball als First Lady ließ sich Margit Fischer von Walter Lunzer ein spezielles Kleid entwerfen. Und eines, das sich berechnen lässt. Gosper und Fibonacci als Mode Und so entstand die Idee, dass Walter Lunzer ihr Kleid entwerfen sollte. „Ihre Anforderungen waren, dass es langärmelig, aber kühl sein sollte, weil es in der Mittelloge mit den ganzen Scheinwerfern so heiß wird.“ Sonst war die Zusammenarbeit „völlig unkompliziert“. So bestand sie etwa von vornherein – eine Ausnahme unter Prominenten – darauf, alles zu bezahlen. Fischer lud den Designer unter anderem in die Privatwohnung ein und öffnete den präsidialen Kleiderschrank. „Margit ist jemand, der intellektuelle Schlichtheit mag. Dass etwas künstlerisch ist, einen speziellen Schnitt hat, dass eine Geschichte dahintersteckt ist ihr wichtiger, als dass es glitzert. Man merkt, dass sie aus der Textilindustrie kommt.“ In monatelanger Arbeit – nach einigen Entwürfen, die überarbeitet wurden – ist ein „mathematisches Outfit“ entstanden. Die Inspiration für das Oberteil kam aus der fraktalen Geometrie, die Ornamente am Kragen und an den Ärmeln – sie wurden per Laser aus Polyester geschnitten – entsprechen der Gosper-Kurve, die Volants am Mantel der Fibonacci-Schnecke, der Goldenen Schnecke. Eine Form, die man in der Natur erstaunlich oft findet – bei Schnecken, Hurrikans oder Galaxien. Die Volants am Mantel hängen mit den Fibonacci-Zahlen zusammen, einer außergewöhnlichen Zahlenfolge, die wiederum eng mit der Zahl Phi, mit dem Goldenen Schnitt zusammenhängt, erklärt Lunzer, öffnet ein Buch mit Formeln, tritt an die Tafel und zeichnet geometrische Formen. „Verstanden? Ganz schön sperrig, ich weiß“, sagt er und erzählt, dass er mit der höheren Mathematik, so, wie man sie in der Schule lernt, selbst nie etwas anfangen konnte. Erst die Vorlesungsreihe „Math goes Design“ von TU und Angewandter hätte ihn dafür begeistert. „Mit so einem Kleid, mit etwas Hübschem, kann man Wissenschaft zugänglich machen. Vielleicht fragt sich jemand, was ist eigentlich Phi? Was eine Gosper-Kurve?“ Der größte Teil der Arbeit an dem Kleid war schließlich die monatelange Recherche, erzählen Lunzer und seine Studentin Monika Haas, die eng daran mitgearbeitet hat.
URL: http://diepresse.com/home/leben/mensch/opernball/4917430/Komplexe-Formel-schlich
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